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TU Berlin

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Neubau der Straßenbahninfrastruktur in Berlin - Kontroversen zwischen Projektentscheidung und Vorhabenabwicklung

Montag, 20. Mai 2019

Lupe

Eines der Koalitionsziele dieser Legislaturperiode hinsichtlich der Stärkung des Umweltverbunds ist der Neubau von Straßenbahnstrecken in Berlin. Dies gilt auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten, wie die Reduzierung der Umweltbelastung, die Umverteilung des Straßenraums im Kontext der Umweltverträglichkeit, die Beteiligung der Öffentlichkeit und die Anbindung von Entwicklungsstandorten sowie von Stadtgebieten außerhalb des Innenstadtrings. In dieser Legislaturperiode wurde konkret das Ziel der Inbetriebnahme von vier Straßenbahnstrecken (Ostkreuz, Turmstraße, Schöneweide und Mahlsdorf) sowie die Einleitung von Planungen/Ausführungen von elf weiteren Vorhaben vereinbart.

Zum einen wird in der strategischen und technischen Projektbearbeitung deutlich, dass Landesziele, verwaltungstechnische Prozesse und Politik der betroffenen Bezirke nicht kohärent sind. Zum anderen können Betroffene ihren Ausdruck im Kontext gebotener informeller Beteiligungsverfahren nicht finden, worauf laufende Planfeststellungsverfahren hindeuten. Während Auseinandersetzungen um Straßenbahnvorhaben durch Wissenskonflikte verstärkt werden, führen Interessenkonflikte zunehmend zu Projektverzögerungen.

Das Konfliktfeld um Straßenbahnvorhaben zwischen Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit wird um den Vorhabenträger BVG erweitert. Die Reduktion der Konfliktbereitschaft kann z. B. durch das Verstehen der Perspektive der Gegenseite erfolgen. Somit stellen sich die Fragen, was das Ziel der Beteiligung ist, welche Erwartungen verschiedene Verwaltungen an die Vorhaben haben und welche konkurrierenden Interessen bestehen.


R e f e r e n t e n:

Dr. Katharina Lisetska
Steffen Fiedler

BVG


Vita:

Dr. Katharina Lisetska ist seit 2018 bei der BVG tätig und leitet das Projektmanagement für Neubaustrecken von Straßenbahnen. Von 2014 bis 2018 betreute sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Verkehrswesen, Eisenbahnbau und -betrieb an der Technischen Universität Braunschweig verschiedene Forschungsprojekte, wie z. B. Kommunikation von Großvorhaben und Autonomes Fahren. Zuvor war sie viele Jahre in der Planung und Projektsteuerung von großen Infrastrukturvorhaben tätig. Zudem hat sich Frau Lisetska von 2013 bis 2016 als ordentliches Mitglied des Arbeitskreises Akzeptanz und Effizienz in der Vorhabenplanung der 7. Niedersächsischen Regierungskommission mit dem Thema Öffentlichkeitsbeteiligung befasst.

Steffen Fiedler ist seit 1999 bei der BVG tätig und leitet seit 2016 die Abteilung Bautechnische Anlagen Straßenbahn. Seit 2011 ist Herr Fiedler geprüfter Betriebsleiter nach BOStrab und stellvertretender Betriebsleiter der BVG sowie ist in gleicher Funktion für die Schöneicher- Rüdersdorfer Straßenbahn und die Straußberger Eisenbahn bestellt. Zuvor war er nach seinem Studium an der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden bis 1990 bei der Deutschen Reichsbahn und danach bei einem Gleisbauunternehmen in Berlin beschäftigt. Er ist im Arbeitskreis Straßenbahngleisbau und Straßenbau tätig.

Die Veranstaltung findet am Montag, 20. Mai 2019 um 18:00 Uhr (s.t.) im Raum H 1028 im Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin (Straße des 17. Juni 135, Berlin-Charlottenburg) statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ihre Anfahrt zur Veranstaltung mit dem öffentlichen Nahverkehr können Sie hier planen, den genauen Weg finden Sie auch hier.

Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an den folgenden Ansprechpartner:

Fachgebiet Schienenfahrwege und Bahnbetrieb
Miriam Krause
Telefon +49 (30) 314 - 23 314
E-Mail organisation(at)ews.tu-berlin.de

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